Von der Suche nach dem Sinn – the sense of Status quo.

 

Nicht in allen Dingen liegt ein Sinn – aber in vielen eine Lösung.

 

Kontraste. Kontraste,

wie sie größer

nicht sein könnten.

Kontraste, wie Risse,

Schluchten,

Welten.

 

Unterschiede, so groß wie die Meere.

Meere aus Schmerz,

aus Schock,

aus Unverständnis,

Unfairness.

Meere aus Fragen,

Fragen nach dem Sinn,

dem Warum.

Dem Warum schon wieder.

 

Fragen nach dem Sinn –

Unbeantwortet

in den Abgründen dieser einen Situation.

Fragen nach dem Wie, dem Wohin jetzt,

Fragen nach der Lösung.

Kontraste,

zwischen dem was war

& dem, was kommt.

 

Kontraste binnen Sekunden, binnen Stunden.

 

Und es war wieder

nur diese eine Millisekunde.

Diese eine

kurze

Sequenz.

Zwischen Glück & Unglück.

Himmel & Abgrund.

 

So kurz,

so fein,

so zart.

Und doch,

als Riss im Fundament,

groß genug, um daran zu zerbrechen.

 

 

Wir können uns noch so oft in Schicksalsschlägen zusammenreißen und uns gut zu reden lassen, dass alles schon seinen Sinn haben wird. Wir können uns noch so oft selbst gut zu reden und krampfhaft den Sinn suchend an unserem Optimismus haften bleiben. Wir können das alles noch so stark und gut hinnehmen – doch wir können und müssen auch akzeptieren, dass dieses Verhalten seine Grenzen hat – und diese Grenzen auch dringend benötigt.

Nicht alles lässt sich schön reden, nicht aus allem lässt sich ein neuer roter Faden ziehen. Mit vielen Dingen, die uns widerfahren, haben wir Verluste, Schmerzen und Ängste einzustecken, die wir, auch bei allem guten Willen, einfach nicht gutheißen können.

Dem Leben immer mit offenen Armen und Herzen gegenüber stehen – es geht nicht immer. Selbst wenn wir das wollen. Selbst wenn wir noch so hart daran arbeiten.

Auf einen Moment des vollkommenen Loslassens kann ein Moment des Totalverlustes folgen, der uns erschüttert, verbittert, zurück gezogen macht. Jedes Kommentar, jeder Gutwillen, jeder Einfluss von außen – kann hier oftmals einfach nur noch verkehrt sein. Wir schotten uns ab, aus Angst, noch mehr verletzt zu werden, als wir es ja ohnehin schon sind.

Wenn das Vertrauen an die eigene Kraft, die eigenen Ressourcen, an den eigenen Körper bröckelt, braucht man mehr Zeit. Zeit für sich, Zeit zum Abschotten, Zeit für eine – vollständige! – Rekonvaleszenz, nicht nur körperlicher, sondern auch mentaler Ebene.

 

Stark, vorwärts lebend, immer vertrauend – nicht immer können wir das aus voller Kraft.

 

Wenn man über anfängliche Pechsträhnen noch lachen und genügend Kraft und Optimismus aufbringen kann, um diese zu bewältigen, kommt irgendwann dennoch der Punkt, an dem diese Kraftquellen erschöpft sind. Doch wie machen wir hier weiter? Wie schaffen wir es, diese Kraftquellen nach und nach wieder aufzufüllen und bereits versiegende Quellen am totalen Austrocknen zu hindern?

Es ist wieder ein Zurückkommen zu uns selbst. Die Kraft, die da ist, kann dir niemand anderes geben als du selbst. Niemand anderes kann nachvollziehen, was in dir vorgeht, was dich schmerzt, was dich in deine Verzweiflung bringt. Jeder Satz, der falsch ist, jeder Satz, der deinen Schmerz nur noch vergrößert – lass ihn an dir abprallen. Erinnere dich daran, dass du allein in deiner Situation nicht nur dafür verantwortlich bist, diese zu meistern, sondern auch nur du allein weißt, was diese für dich im tiefsten Inneren bedeutet.

Wenn du deine größten Kraftquellen verlierst – dann wird niemand diesen Verlust nachvollziehen können, der dieselbe Leidenschaft und Hingabe für diese Dinge (oder auch andere) jemals gespürt hat. Menschen, die sich im Gegensatz zu dir, mit weniger im Leben  zufrieden geben, als du es jemals könntest, können dir niemals einen Ratschlag geben, was jetzt, in deiner Situation zu tun oder zu fühlen wäre.

 

Deine Gefühle, deine Empfindungen – so stark verzweigt, dass nur du sie wirklich kennst.

 

Nur du selbst kennst deinen Schmerz, deinen Verlust. Und nur du selbst kannst dafür sorgen, damit fertig zu werden.

Die Suche nach dem Sinn – sie kann ermüdend sein. Habe ich vor 4 Monaten noch einen Sinn gefunden, weswegen ich mir den Unterarm brechen musste, so finde ich nun, nachdem mir mein Mittelfußknochen ohne Vorwarnung zerbrochen ist, partout keinen mehr. Unabhängig von allen Hintergründen und Schicksalsschlägen, die überhaupt in all dieser Zeit noch geschehen sind, ist diese Situation an sich schon ermüdend genug. Sollte ich dennoch krampfhaft weiter nach dem Sinn suchen? Würde es mir besser gehen, wenn ich wüsste, wieso auch dieser Verlust noch kommen musste?

 

Just the beginning of a process.

 

Ich denke nicht. Denn manchmal ergeben die Dinge einfach keinen Sinn – zumindest keinen für uns erkennbaren. Nicht jetzt, nicht hier, nicht in dieser Situation.

Vielleicht, vielleicht werde ich in einem Jahr sagen können, dass dies oder jenes der Sinn war. Dass ich dankbar bin um die geschenkte Zeit, dankbar, für diesen erneuten Schlag, der einen ja doch wieder in seiner persönlichen Weiterentwicklung gepusht hat. Vielleicht, aber auch nur vielleicht. Ich kann nicht in die Zukunft sehen und zu dem jetzigen Zeitpunkt möchte ich dies auch gar nicht, denn dies ist nur der Anfang von etwas, das ich so nicht bildhaft vor Augen haben möchte. Die Dinge werden früh genug kommen, wie sie sind. Meine jetzige  Situation kann ich selbst mit diesem Wissen nicht beeinflussen.

Wenn ich jedoch den Sinn nicht kenne, nicht kennen kann und nicht kennen will (und mir mit dieser Entscheidung enormen Druck rausnehme), habe ich allerdings etwas anderes zu tun: Denn nicht nur ich, sondern wir alle, die in einer solchen Situation stecken, egal, wie sie sich auch gestalten mag, haben immer noch die Option, eine Lösung dafür zu finden.

 

 

Eine Lösung, die wir zumindest ein Stück weit beeinflussen können.

  Stark bleibend, kämpfend – umdenkend, anders denkend. Vorwärts denkend. 

 

Selbst wenn wir das Gefühl haben, nichts mehr kontrollieren zu können, nichts mehr in der Hand zu haben, können wir dennoch eine Lösung entwickeln, die für uns passt. Die wir beeinflussen, gestalten können. Die uns das Gefühl gibt, dass all die Zeit, die jetzt so anders kommen wird, nicht ganz verloren sein wird. Dass wir die Chance, sie eines Tages rückblickend dankbar annehmen zu können, nutzen können, indem wir sie wert- und sinnvoll füllen.

Diese Lösung, wir müssen sie nicht sofort finden. Denn zu allererst geht es erstmal darum, die Dinge zu realisieren, Tatsachen zu verstehen, sie anzunehmen, wie sie sind und sich zu erholen. Erst dann, wenn man langsam merkt, dass man noch einen Funken an Kraft und Mut hat und den Willen aufbringen kann, weiterzumachen, kann man sich auf den Weg begeben, um an seiner Lösung zu arbeiten. Und ich sage hier, seiner Lösung. Unserer Lösung, deiner Lösung, meiner Lösung. Niemals an der Lösung der anderen!

Denn keine andere und nichts anderes passt hier für dich, für uns. Was andere jetzt für richtig und sinnvoll halten würden – lass es links liegen. Es zählt nicht. Worüber andere sich jetzt freuen würden oder worauf sie stolz wären – ignorier es. Es zählt nicht.

Was zählt, ist das, was du willst. Das, was du vielleicht schon immer wolltest. Was du vielleicht im Trott deines Alltages, all der Hetze, den anderen Verpflichtungen, den knappen Zeitfenstern und den geliebt-verhassten Mustern und Regeln schon immer tun wolltest. Du hast jetzt  Zeit, dir darüber klar zu werden. Du hast genau jetzt den Impuls bekommen, über genau diese Dinge nachzudenken.

 

Stärke, Mut & Kraft – nimm dir Zeit, den Raum – jede noch so kleine Möglichkeit.

 

Denn was immer dir auch widerfahren ist – es hat dir etwas genommen. Es hat dir etwas genommen und dir gezeigt, dass die Dinge, so wie du sie kennst, wie du sie lebst, immer endlich sind. Dass sie nicht ewig, nicht selbstverständlich sind und jederzeit bewusst gelebt werden sollten.

Ich fahre immer so Rad, als gäbe es kein Morgen mehr. Ich fahre immer so, dass selbst wenn ich total platt bin, dennoch am Rückweg meinen liebsten Berg mitnehme. Ich fahre so, dass jede Tour mir immer im Gedächtnis bleibt. Ich fahre so, weil ich weiß, dass ich vielleicht schon morgen, nicht mehr genauso fahren könnte. Ich fahre so, weil ich jedes meiner Potentiale bis über die Grenzen voll ausleben möchte. Jedes Nicht-Handeln, jedes Nicht-Verwirklichen, jedes nur halbgar seine Leidenschaften leben – wir werden es eines Tages bereuen. Oftmals leider erst dann, wenn wir diese Dinge verloren haben. Sei es für eine Weile – oder für immer. Die Millisekunden, die darüber entscheiden, wie wir weiterleben können und dürfen – wir sollten sie uns immer bewusst sein. Bei allem was wir tun, sollten wir uns fragen, wieso wir es tun. Ob es aus tiefstem Herzen kommt – oder eben nicht. Ob wir es mit voller Leidenschaft erledigen – oder wir es nur halbherzig angehen.

 

Das Beste aus jedem Tag, jeder Idee, jeder Spontaneität holen – immer!

 

Es mag vielen nicht bewusst sein, aber glaube mir: unser Leben ist kurz. Verdammt kurz. Doch es ist nicht zu kurz, denn es ist lang genug, um es wert- und sinnvoll zu leben. Allein ein Tag mit 24 Stunden, an dem du dein Leben so gestaltest, dass du all deine Potentiale voll ausleben und entfalten kannst – wird ein ganzes Leben, bestehend aus durchschnittlich 657000 Stunden, in dem nicht ein einziges Potential entfaltet und gelebt werden kann, aufwiegen.

Du siehst – die Zeit ist prinzipiell relativ. Wir müssen uns dafür nur vor Augen halten, dass wir sie eines Tages voll verlieren können. Und mit ihr alle Möglichkeiten, die uns jemals vorher offen gestanden haben.

 

   Das Beste aus dem machen – was uns dann gegeben wurde. Festhaltend an dem, was gut tut.

 

Wenn wir unsere Potentiale kennen und sie leben können – kennen wir unser Warum, unseren Grund zu leben. Und da wir so vielfältig sind, können wir auch trotz eines „verloren“ gegangenen Potentials wieder neue entdecken und entfalten. Und das ist ein Geschenk! Es ist nicht leicht, denn wir müssen dafür Loslassen können. Müssen akzeptieren, dass wir uns wandeln müssen. Müssen  einsehen, dass wir manche Dinge, so krampfhaft wir es auch versuchen, einfach nicht ändern können. So sinnlos uns das auch erscheinen mag.

Diese Potentiale – sie sind Hauptbestandteil, Dreh – & Angelpunkt eines meiner Herzensprojekte. Eines, das ich nun – als meine Lösung der Situation – mehr und mehr vorantreiben kann. Das eines Tages, vielleicht auch dir, dabei weiterhelfen kann, all diese Zeilen in die Realität umzusetzen. Die dir dabei helfen werden, ein erfüllteres und selbstbestimmteres Leben führen zu können. Die dir dabei helfen werden, deine Vielfalt, dein Ich, dein Warum besser kennenzulernen, ohne das Gefühl zu haben, egoistisch oder unnahbar zu handeln. Denn nur, wenn du deinen eigenen, erfüllten Weg gehst, wirst du auch andere Menschen erfüllen & ganz für sie da sein können. Ein Prinzip, das von ganz allein aufgeht.

Gehst du diesen Weg, musst du nicht länger davon träumen, selber inspirierend und als Kraftquelle für andere agieren zu können – du kannst es einfach tun: indem du lebst, indem du genauso lebst, wie es dich glücklich macht. Indem du so lebst, dass du einfach nur sein musst, um zu sein.

Indem du dich vor dieser einen, entscheidenden Millisekunde, die eines Tages kommen wird – niemals mehr fürchten musst.

 

⌊stay focused. bei schon vorläufigem Interesse & weiteren Fragen

kontaktiere mich doch gerne – ich freue mich auf dich :)⌉

leona@heimatnomadinpotentials.com

 

Die Tiefe der Angst in dir.
Selbstverantwortung - von Lebensträumen & Lebenskompromissen.

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